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Bienennews: Unsere Bienen im Winter

Seit April wohnen vier Bienenstöcke am Dach des TRAISENPARKS, und nun dürfen wir erstmals Bilanz ziehen:

Das erste Bienenjahr auf dem Centerdach ist erfolgreich zu Ende gegangen.

Das Bienenjahr beginnt nämlich nicht mit dem 1. Jänner, sondern schon im Spätsommer, etwa ab Mitte August. Zu diesem Zeitpunkt werden die „Winterbienen“ erzeugt. Im Gegensatz zu den Bienen im Sommer, deren Lebensdauer nur wenige Wochen beträgt, leben die Winterbienen mehrere Monate bis zum Frühjahr. Dabei vollbringen sie unvorstellbare Leistungen. Egal, wie tief die Außentemperatur sinkt, heizen die Bienen das Zentrum der Wintertraube, wo sich die Königin aufhält, auf +35° C. Die Wärme wird mithilfe von Muskelzuckungen erzeugt. Dabei wechseln die Arbeiterinnen ständig von innen nach außen und von außen nach innen. Somit ist das gesamte Bienenvolk gleichmäßig gut wärmeversorgt. Die Winterzeit ist also für die Bienen harte Arbeit und nicht, wie viele glauben, eine bequeme Ruhezeit. Jene Bienen, die den Winter überdauert haben, bauen dann die erste Sommerbienen-Generation auf. Diese ist der Grundstein für starke Bienenvölker im Frühjahr, die wir für die Bestäubung unserer Obstbäume und Felder benötigen.

WECHSELHAFTES ERSTES JAHR MIT GROSSEM ERFOLG
Es stellt sich natürlich die Frage, wie es den Bienen auf dem Dach des Traisenparks ergangen ist. Das ist leicht zu beantworten: Hervorragend! Dabei war das Jahr 2020 österreichweit für Bienen und Imker ein sehr schwieriges. Nach einem tollen Start und einer kleinen Ernte von Obstblüten- und Löwenzahn-Honig war ab Mitte Mai, wenn die Bienen ausreichend Nektar finden hätten können, das Wetter regnerisch. Das führte dazu, dass die meisten Bienenstände, anstatt Honig zu sammeln,
sogar gefüttert werden mussten, um überleben zu können! Nicht so bei den Traisenpark-Bienen. Die Bienenvölker am Dach konnten sich selbst versorgen. Einen weiteren Vorteil haben die Stadtbienen. Während die Insekten, damit auch die Bienen, am Land unter Monokulturen und Spritzmittelbelastung in der Landwirtschaft leiden, geht es den Stadtbienen in dieser Hinsicht viel besser. Kastanien-, Ahorn-, Akazienbäume (Robinien) sowie die verschiedenen Lindenarten sorgen mit den vielen Parks, Grünanlagen und Hausgärten für eine gute, vielfältige und gesunde Versorgung.

VERDOPPELUNG AB FRÜHJAHR GEPLANT
So ist es verständlich, dass wir den Versuch, Bienen auf dem Traisenpark-Dach, weiter ausbauen und von vier auf acht Völker aufstocken werden. Nachdem sich die Bienen hier so erfolgreich entwickelt haben und sie hoffentlich gut über den Winter gekommen sind, freuen wir uns schon auf das nächste Frühjahr. Da werden dann noch mehr Bienen in der Umgebung des Traisenparks für Bestäubung und reiche Obsternten sorgen. Darüber werden wir gerne wieder an dieser Stelle ausführlich berichten.



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